{"id":9701,"date":"2026-02-13T17:19:07","date_gmt":"2026-02-13T22:19:07","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gallegolawyers.com\/staatsrat-setzt-das-dekret-1469-von-2025-zum-mindestlohn\/"},"modified":"2026-03-01T22:23:17","modified_gmt":"2026-03-02T03:23:17","slug":"staatsrat-setzt-das-dekret-1469-von-2025-zum-mindestlohn","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gallegolawyers.com\/de\/staatsrat-setzt-das-dekret-1469-von-2025-zum-mindestlohn\/","title":{"rendered":"Der Staatsrat (Consejo de Estado) setzt das Dekret 1469 von 2025 zum Mindestlohn vorl\u00e4ufig au\u00dfer Vollzug"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"9701\" class=\"elementor elementor-9701 elementor-9513\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5325732 e-flex e-con-boxed e-con e-parent\" data-id=\"5325732\" data-element_type=\"container\" data-e-type=\"container\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"e-con-inner\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-007a91a elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"007a91a\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p class=\"s3\">Der Staatsrat (Consejo de Estado) setzt die Wirkungen des Dekrets 1469 von 2025 vorl\u00e4ufig au\u00dfer Vollzug, bis eine Sachentscheidung \u00fcber dessen Rechtm\u00e4\u00dfigkeit ergeht.<\/p><p class=\"s3\">Die Erh\u00f6hung des gesetzlichen Mindestlohns f\u00fcr 2026 hatte erhebliche steuerliche, finanzielle und arbeitsrechtliche Auswirkungen. Diese erfordern strategische und zeitnahe Entscheidungen. Die nun angeordnete vorl\u00e4ufige Aussetzung (suspensi\u00f3n provisional) des Dekrets 1469 von 2025 schafft zus\u00e4tzliche rechtliche und wirtschaftliche Unsicherheiten f\u00fcr Arbeitgeber, Arbeitnehmer und die Allgemeinheit. <\/p><p class=\"s3\">Mit heute ver\u00f6ffentlichtem Beschluss (auto) ordnete der Staatsrat im Wege einer einstweiligen Ma\u00dfnahme (medida cautelar) die vorl\u00e4ufige Au\u00dfervollzugsetzung der Wirkungen des Dekrets 1469 vom 29. Dezember 2025 an. Gleichzeitig pr\u00fcft das Gericht die materielle Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des Dekrets. Hintergrund der Entscheidung ist die anhaltende \u00f6ffentliche Diskussion \u00fcber die Mindestlohnerh\u00f6hung 2026 um 23,7 Prozent. <\/p><p class=\"s3\">In einer vorl\u00e4ufigen Pr\u00fcfung gelangte der Staatsrat zu dem Ergebnis, dass das Dekret prima facie gegen Artikel 8 des Gesetzes 278 von 1996 (Ley 278 de 1996) verst\u00f6\u00dft. Die Begr\u00fcndung des Dekrets habe sich von den gesetzlich vorgegebenen Parametern entfernt. Artikel 8 begr\u00fcndet eine zwingende Begr\u00fcndungslast der Regierung, wenn sie ihre Befugnis zur einseitigen Festsetzung des Mindestlohns aus\u00fcbt. Zwar nennt der Verwaltungsakt die in Artikel 8 vorgesehenen Kriterien. Er legt jedoch nicht konkret, strukturiert und \u00fcberpr\u00fcfbar dar, wie die einzelnen gesetzlichen Variablen jeweils oder in ihrer Gesamtheit den festgesetzten prozentualen Erh\u00f6hungsbetrag rechtfertigen. Die blo\u00dfe Wiedergabe gesetzlicher Parameter gen\u00fcgt nicht. Erforderlich ist eine nachvollziehbare und \u00fcberpr\u00fcfbare Herleitung des konkreten Prozentsatzes. <\/p><p class=\"s3\">Der Staatsrat stellt zudem klar, dass bereits vor der Aussetzungsentscheidung gezahlte L\u00f6hne Bestandsschutz genie\u00dfen. Die Ma\u00dfnahme entfaltet keine r\u00fcckwirkende Wirkung. Zugleich definiert das Gericht einen \u00dcbergangsrahmen bis zur endg\u00fcltigen Entscheidung \u00fcber die Rechtm\u00e4\u00dfigkeit des Dekrets 1469 von 2025. Die Regierung ist verpflichtet, den Erh\u00f6hungsprozentsatz neu festzusetzen und dabei die in Artikel 8 des Gesetzes 278 von 1996 festgelegten Indikatoren strikt zu beachten.  <\/p><p class=\"s3\">Unabh\u00e4ngig vom Ausgang des Hauptsacheverfahrens bleibt festzuhalten, dass die Festsetzung des Mindestlohns eine Ma\u00dfnahme von erheblicher rechtlicher, wirtschaftlicher und sozialer Tragweite ist. Die einseitige Festlegung durch Dekret stellt keine freie Ermessensentscheidung dar. Es handelt sich um eine gesetzlich gebundene Zust\u00e4ndigkeit, die eine technische, konkrete und \u00fcberpr\u00fcfbare Begr\u00fcndung voraussetzt. <\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Staatsrat (Consejo de Estado) setzt die Wirkungen des Dekrets 1469 von 2025 vorl\u00e4ufig au\u00dfer Vollzug, bis eine Sachentscheidung \u00fcber dessen Rechtm\u00e4\u00dfigkeit ergeht. Die Erh\u00f6hung des gesetzlichen Mindestlohns f\u00fcr 2026 hatte erhebliche steuerliche, finanzielle und arbeitsrechtliche Auswirkungen. Diese erfordern strategische und zeitnahe Entscheidungen. 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